Warum „alle“ keine Zielgruppe ist.

Viele Gründer kennen diese Situation:
Man spricht über die eigene Idee, das Produkt oder die Dienstleistung und merkt, dass sie eigentlich für sehr viele Menschen relevant sein könnte. Also entsteht schnell der Gedanke, möglichst niemanden auszuschließen. Das Angebot soll offen sein, breit aufgestellt, für „alle“.

In der Praxis zeigt sich jedoch immer wieder, dass genau das zum Problem wird.
Je allgemeiner die Zielgruppe formuliert ist, desto schwieriger wird es, klar zu kommunizieren, worum es eigentlich geht. Die Botschaften bleiben vage, die Sprache wird austauschbar und der Nutzen verschwimmt. Nicht, weil das Angebot schlecht ist – sondern weil es niemandem konkret genug erscheint.

Marketing funktioniert dann am besten, wenn sich Menschen wiedererkennen.
Wenn sie das Gefühl haben, dass ihre Situation verstanden wird, dass ihre Probleme gemeint sind und dass eine Lösung genau dafür entwickelt wurde. Eine klar definierte Zielgruppe hilft dabei enorm, denn sie zwingt dazu, präzise zu werden: in der Sprache, in den Beispielen, im Nutzenversprechen.

Viele haben dabei die Sorge, sich durch eine spitze Positionierung zu sehr einzuschränken. Doch das Gegenteil ist oft der Fall. Wer klar sagt, für wen ein Angebot gedacht ist, wird nicht kleiner – sondern verständlicher. Vertrauen entsteht nicht durch Breite, sondern durch Relevanz.

Am Ende geht es nicht darum, möglichst viele zu erreichen, sondern die richtigen.
Je klarer definiert ist, für wen ein Produkt oder eine Dienstleistung gemacht ist, desto wirksamer wird Marketing. Und desto einfacher fällt es anderen zu entscheiden, ob das Angebot zu ihnen passt.

Teile diesen Beitrag auf...